“Five-Eyes”: Dieses politisch-militärische Bündnis bespitzelt gemeinsam die Welt und ist auch in fast allen Kriegen präsent! Dem Bündnis gehören neben den USA die von Washington bevorzugten Partner Großbritannien, Neuseeland, Australien und Kanada an. Dem Bericht zufolge sollen neben Frankreich auch Israel, Schweden und Italien einen ähnlichen Kooperationsvertrag mit dem britischen und amerikanischen Geheimdienst geschlossen haben. Das wie Deutschland mutmaßlich von US-Spionageaktivitäten betroffene Frankreich arbeitet nach Informationen des NDR und der “Süddeutschen Zeitung” mit amerikanischen und britischen Geheimdiensten zusammen und liefert ihnen systematisch Informationen. Die US-Dienste haben die Telefone von 35 führenden Politikern in aller Welt abgehört.

Frankreich liefert britischen und US-Geheimdiensten Informationen

26. Oktober 2013, 08:56
  • David Cameron, Barack Obama und Francois Hollande: Ihre Länder sind Teil des Geheimdienstbündnisses "Five Eyes".
    foto: ap/lefteris pitarakis

    David Cameron, Barack Obama und Francois Hollande: Ihre Länder sind Teil des Geheimdienstbündnisses “Five Eyes”.


Codename “Lustre”: Paris schloss Abkommen mit Bündnis “Five Eyes” – USA räumen wegen NSA-Affäre Spannungen mit Verbündeten ein

Berlin/Paris/Washington – Das wie Deutschland mutmaßlich von US-Spionageaktivitäten betroffene Frankreich arbeitet nach Informationen des NDR und der “Süddeutschen Zeitung” mit amerikanischen und britischen Geheimdiensten zusammen und liefert ihnen systematisch Informationen. Schon vor einiger Zeit habe die französische Regierung unter dem Codenamen “Lustre” ein sogenanntes Drittparteiabkommen mit dem Geheimdienstbündnis “Five Eyes” geschlossen, berichtet die “Süddeutsche” in ihrer Wochenendausgabe. Dies gehe aus Dokumenten des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden hervor.

Dem Bündnis gehören neben den USA die von Washington bevorzugten Partner Großbritannien, Neuseeland, Australien und Kanada an. Dem Bericht zufolge sollen neben Frankreich auch Israel, Schweden und Italien einen ähnlichen Kooperationsvertrag mit dem britischen und amerikanischen Geheimdienst geschlossen haben.

Beim EU-Gipfel in Brüssel hatten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande Garantien von US-Präsident Barack Obama für ein Ende der Bespitzelung engster Verbündeter gefordert. Frankreich und Deutschland hatten in Brüssel deutlich gemacht, dass sie bis Ende Dezember klare Regeln für die Zusammenarbeit ihrer Geheimdienste mit den USA haben wollen.

USA räumen Spannungen ein

Die USA haben unterdessen Spannungen mit ihren Verbündeten wegen der Abhör-Vorwürfe gegen den US-Geheimdienst NSA eingeräumt. Sie dürften aber nicht die Zusammenarbeit in wichtigen Fragen wie Syrien und Iran beeinträchtigen, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, am Freitag in Washington. Die US-Dienste haben einem Bericht des britischen “Guardian” zufolge die Telefone von 35 führenden Politikern in aller Welt abgehört, darunter auch das Mobiltelefon von Angela Merkel.

Das Bekanntwerden der NSA-Aktivitäten sei ein erhebliches Problem in den Beziehungen mit den Verbündeten und habe auch zu Irritationen in der Öffentlichkeit geführt, sagte Psaki. “Wir sind mit diesen Verbündeten im Gespräch”, sagte die Sprecherin weiter und verwies auf den für kommende Woche geplanten Besuch deutscher Geheimdienstchefs in den USA. Auch die EU schickt eine hochrangige Delegation in die USA. (APA, 26.10.2013)

http://derstandard.at/1381369971158/Frankreich-liefert-britischen-und-US-Geheimdiensten-Informationen

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