In Brüssel sei “ein vollkommen herzloses und kaltes Dokument” beschlossen worden, sagte Karl Kopp, Europa-Referent bei Pro Asyl, im Westdeutschen Rundfunk. Er sehe darin lediglich “Betroffenheitserklärungen”, die “vollkommen unglaubwürdig” seien. Kopp forderte einen Ansatz, der verhindere, dass Flüchtlinge aus Afrika den gefährlichen Weg nach Europa über das Mittelmeer wählten. “In Transitstaaten könnten EU-Institutionen, Botschaften ein Visum ausstellen für Schutzbedürftige”, sagte er. Eine weitere Möglichkeit könne sein, dass Menschen Asyl beantragen könnten, die schon vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen als Flüchtlinge anerkannt seien.”

Pro Asyl bekräftigt Kritik an EU-Flüchtlingspolitik

26. Oktober 2013, 10:08 Uhr

Nach dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl scharfe Kritik an den Beschlüssen zur Flüchtlingsproblematik geäußert.

Nach dem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl scharfe Kritik an den Beschlüssen zur Flüchtlingsproblematik geäußert. In Brüssel sei “ein vollkommen herzloses und kaltes Dokument” beschlossen worden, sagte Karl Kopp, Europa-Referent bei Pro Asyl, im Westdeutschen Rundfunk. Er sehe darin lediglich “Betroffenheitserklärungen”, die “vollkommen unglaubwürdig” seien.

Kopp forderte einen Ansatz, der verhindere, dass Flüchtlinge aus Afrika den gefährlichen Weg nach Europa über das Mittelmeer wählten. “In Transitstaaten könnten EU-Institutionen, Botschaften ein Visum ausstellen für Schutzbedürftige”, sagte er. Eine weitere Möglichkeit könne sein, dass Menschen Asyl beantragen könnten, die schon vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen als Flüchtlinge anerkannt seien. Davon sei beim EU-Gipfel jedoch keine Rede gewesen, kritisierte Kopp.

Eine Wende bei der Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen war bei dem Gipfeltreffen in Brüssel ausgeblieben. Während die Mittelmeeranrainer auf mehr Lastenteilung und Solidarität pochen, lehnen die nördlichen EU-Staaten, allen voran Deutschland, dies unter Verweis auf die Statistik zu den Flüchtlingszahlen ab. Gut zwei Drittel der Asylbewerber finden derzeit Aufnahme in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien oder Belgien.

http://www.stern.de/news2/aktuell/pro-asyl-bekraeftigt-kritik-an-eu-fluechtlingspolitik-2067116.html

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