Wer zahlt den Preis für die billigen T-Shirts? In einer Textilfabrik in Bangladesch sterben Anfang Oktober erneut neun Menschen bei einem Feuer, mehr als 50 werden verletzt. Seit Jahren dokumentiert der Fotojournalist Abir Abdullah Missstände in der Textilproduktion – und gibt derzeit auf Fotoleinwänden in Dhakas Straßen den Opfern der Katastrophen und ihren trauernden Angehörigen ein Gesicht. “Mode soll Spaß machen” lautet der Werbeslogan von H&M. Einer Näherin aus einer Fabrik in Bangladesh, die pausenlos von morgens bis abends Teile zusammennäht, regelmäßig von den Vorabeitern geschlagen und der mit Kündigung gedroht wird, macht Mode mit Sicherheit eher weniger Spaß! Jedes Produkt enthält also auch verdeckte Kosten – materielle, ökologische, soziale.

In einer Textilfabrik in Bangladesch sterben Anfang Oktober erneut neun Menschen bei einem Feuer, mehr als 50 werden verletzt. Seit Jahren dokumentiert der Fotojournalist Abir Abdullah Missstände in der Textilproduktion – und gibt derzeit auf Fotoleinwänden in Dhakas Straßen den Opfern der Katastrophen und ihren trauernden Angehörigen ein Gesicht. 
Wer zahlt den Preis für die billigen T-Shirts?http://3sat.de/?172720

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Die Preis-Lüge
Wer zahlt für mein T-Shirt?
Vor 12 Jahren kostete in den Filialen der meisten Modeketten ein Standard-T-Shirt 9,90 DM. Seitdem sind flächendeckend die Preise gestiegen. Alles ist teurer geworden. Nur T-Shirts kosten immer noch denselben Preis: 4,95 Euro. Wie kann so etwas funktionieren?
Bis ein T-Shirt bei uns auf dem Ladentisch landet, hat es schon jede Menge Kosten verursacht: Die Baumwolle für den Stoff muss angepflanzt und weiter verarbeitet werden. Der Stoff muss gewebt und gefärbt werden. Die Zuschnitte müssen gefertigt werden, die Einzelteile müssen zusammen genäht und mit einem Label versehen werden. Nach Fertigstellung wird die Ware transportiert – zunächst zum Großhandel, dann zum Einzelhandel. Und jeder will daran verdienen. Eigentlich unmöglich bei dem Preis!
Kosten, die man verschweigt

Neben den Herstellungs- und Transportkosten entstehen Kosten, über die sich ein normaler Kunde sehr wenig Gedanken macht. Weltweit zahlen Menschen mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit oder ihrem Leben dafür, dass Otto-Normal-Verbraucher ein “Schnäppchen” im Laden machen kann.

© ap Lupe

“Mode soll Spaß machen” lautet der Werbeslogan von H&M. Einer Näherin aus einer Fabrik in Bangladesh, die pausenlos von morgens bis abends Teile zusammennäht, regelmäßig von den Vorabeitern geschlagen und der mit Kündigung gedroht wird, macht Mode mit Sicherheit eher weniger Spaß!

Jedes Produkt enthält also auch verdeckte Kosten – materielle, ökologische, soziale. Doch erst wenn wir erkennen, wie der Preis eines Produktes entsteht, wird der tatsächliche Wert deutlich.

Die Reportage soll aufzeigen woraus sich der Preis einer Ware zusammensetzt, aber auch welchen tatsächlichen Preis ein Produkt haben müsste, wenn man alle Faktoren, die produktionsrelevant sind, real betrachtet. Wie kann es sein, dass ein T-Shirt schon für eine Preis von 4,95 zu haben ist, wenn allein Rohstoffe und Arbeitszeit ein Mehrfaches des Wertes ausmachen?

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