Bayern gibt noch als einziges Bundesland Asylbewerbern Essenspakete! Eine Unterschriftensammlung für deren Abschaffung könnte Erfolg haben! Bayerns neue Soziaministerin Emilia Müller hat am Montag angekündigt, die Essenspakete in Bayern abschaffen und stattdessen Bargeld auszahlen zu wollen. Jahrelang hatten Flüchtlinge nur die Möglichkeit, aus einer sehr begrenzten Liste Lebensmittel auszuwählen. Aufgrund der fremden Kost litten gerade diese unter Magen-Darm-Beschwerden. Auch von den Geisenhausener Flüchtlingen gab es ein Statement zum bevorstehenden Ende der Essenspakete: „Wir Betroffenen freuen uns über die Entscheidung des Sozialministeriums und hoffen, dass dies nur den Auftakt eines besseren Dialogs mit uns Flüchtlingen bedeutet. Wir fordern Respekt und Würde.“

 Unterschriften der Geisenhausener Asylbewerber für den Regierungspräsidenten

Flüchtlinge: Wir fordern Respekt und Würde

Asylbewerber Geisenhausen

Foto: pm
Ein Paket an Forderungen und Unterschriften haben am heutigen Donnerstagnachmittag Flüchtlinge der Asylbewerberunterkunft Geisenhausen an Regierungspräsident Heinz Grunwald übergeben.

Die Asylbewerber (Bild o.) sprechen sich vor allem gegen die Praxis der Essenpakete in Bayern aus und fordern deren zügige Abschaffung. Eine Forderung, die alles andere als unrealistische sein dürfte. Denn Bayerns neue Soziaministerin Emilia Müller hat am Montag angekündigt, die Essenspakete in Bayern abschaffen und stattdessen Bargeld auszahlen zu wollen.

Jahrelang hatten Flüchtlinge nach Angaben der hiesigen Flüchtlingsorganisation „Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen Landshut“ nur die Möglichkeit, aus einer sehr begrenzten Liste Lebensmittel auszuwählen. Diese Eintönigkeit sei nicht nur langweilig, sondern berge auch gesundheitliche Risiken.
Wer auf spezielle Nahrung angewiesen sei, wie etwa Kleinkinder, alte oder kranke Menschen, habe schlechte Karten. Auch Menschen, die aus ihrer Heimat anderes Essen gewöhnt sind, täten sich schwer mit der eingeschränkten Auswahl. Aufgrund der fremden Kost litten gerade diese unter Magen-Darm-Beschwerden.
Auch die schlechte Qualität der Nahrungsmittel ist ein Kritikpunkt. Die Lebensmittel seien stets fast abgelaufen. Frisches Fleisch sei nicht vorgesehen. Dafür Tiefkühlware, bei der die Kühlkette oft unterbrochen sei und die immer angetaut bei den Flüchtlingen ankomme. Vieles davon sei nicht mehr zum Verzehr geeignet, müsse entsorgt oder sofort verarbeitet werden.
Bayern sei das einzige das einzige Bundesland Deutschlands gewesen, welches an dieser Regelung festhielt. Wichtig sei nun, dass auch die Essensversorgung in den dezentralen Unterkünften grundlegend geändert wird. Dort würden Flüchtlinge teilweise mit Gutscheinen versorgt oder in Hotels und Pensionen von den Betreibern bekocht. Diese Praxis ist dem Bayerischen Flüchtlingsrat zufolge „untragbar“.
Stephan Kiechle von der Karawane Landshut unterstützt die Flüchtlinge aus Geisenhausen: „Das System der Essenspaketvergabe ist Ausdruck eines unmenschlichen Umgangs mit Flüchtlingen in Bayern, aber nur einer von vielen Punkten, die sich grundsätzlich ändern müssen.“ Neben den Essenpaketen sollen Kiechle zufolge auch Residenzpflicht und Lagerunterbringung abzuschaffen.“
Auch von den Geisenhausener Flüchtlingen gab es ein Statement zum bevorstehenden Ende der Essenspakete: „Wir Betroffenen freuen uns über die Entscheidung des Sozialministeriums und hoffen, dass dies nur den Auftakt eines besseren Dialogs mit uns Flüchtlingen bedeutet. Wir fordern Respekt und Würde.“
 http://www.wochenblatt.de/nachrichten/landshut/regionales/Geisenhausen-Asylunterkunft-Unterschriften-Essenspakete;art67,208590
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