Drohen nun erneut deutsche militärische Abenteuer für die Sicherung der Rohstoffversorgung der deutschen Industrie, die wesentlich für die deutsche Kolonialpolitik und mit auch für beide Weltkrieg waren? Tatsächlich ist Deutschland bei Metallen und vielen anderen Hightech-Rohstoffen praktisch vollständig vom Import abhängig. Auch Energierohstoffe müssen zum größten Teil importiert werden. Die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen sieht sich bei der Rohstoffbeschaffung im Nachteil gegenüber Konkurrenten aus rohstoffreichen Ländern sieht. Als Gründe werden u.a. günstigere Einkaufspreise, geringeren Umweltauflagen und staatlicher Protektionismus genannt. Jedes fünfte Unternehmen sieht dadurch seine Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Gut jeder zweite Betrieb sorge sich sogar um den längerfristigen Ausfall eines Metall-Lieferanten.

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Rohstoff-Gutachten des IW Köln zeigt mangelnde Kenntnis des Rohstoffverbrauchs in der Industrie auf

In seinem Gutachten „Rohstoffe für die Industrie“ stellt das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW Köln) nach einer Befragung von über 2.000 Unternehmen der verarbeitenden Industrie fest, dass sich die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen bei der Rohstoffbeschaffung im Nachteil gegenüber Konkurrenten aus rohstoffreichen Ländern sieht. Als Gründe werden u.a. günstigere Einkaufspreise, geringeren Umweltauflagen und staatlicher Protektionismus genannt. Jedes fünfte Unternehmen sieht dadurch seine Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Gut jeder zweite Betrieb sorge sich sogar um den längerfristigen Ausfall eines Metall-Lieferanten. Noch gravierender ist die Erkenntnis, dass 30 Prozent der Unternehmen der Rohstoffeinsatz in der eigenen Wertschöpfungskette nicht bekannt ist.

 

Die Studie weist auf die Notwendigkeit zur Nutzung der gesamten Bandbreite von Absicherungsmöglichkeiten der Unternehmen hin, beginnend bei der Steigerung der Materialeffizienz, über die Diversifikation von Lieferbeziehungen bis hin zu direkten Beteiligungen an Rohstoffprojekten im Ausland. Dabei wird auf die Vorteile hingewiesen, die die Rohstoffallianz als Zusammenschluss von Unternehmen beim Aufbau von direkten Beteiligungen bei Rohstoffprojekten im Ausland hinsichtlich der Kosten- und Risikominimierung bietet.

 

„Ziel der Rohstoffallianz ist es, die Versorgungssicherheit der Industrie mit kritischen Rohstoffen  über Kooperationen im Bereich der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen zu verbessern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Die Bündelung von Bedarfen und Kompetenzen in der Industrie ist dafür von entscheidender Bedeutung.“ so kommentierte Dr. Dierk Paskert, Geschäftsführer der RA Rohstoffallianz GmbH, die Ergebnisse der Studie.

http://rohstoffallianz.com/de/aktivitaeten/

Alle Aktivitäten der Rohstoffallianz unterstützen direkt oder indirekt das Ziel, die langfristige Versorgung der deutschen Industrie mit kritischen Rohstoffen zu sichern.

 

Die sechs primären Aktionsfelder sind:

Bereitstellung einer Kommunikationsplattform

Aufbau und Management einer moderierten Kommunikations- und Informationsplattform für Gesellschafter und assoziierte Unternehmen zu kritischen mineralischen Rohstoffen im Rahmen der kartellrechtlich zulässigen Grenzen.

 

Strategien für Rohstoffsicherung

Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Rohstoffsicherung von ausgewählten mineralischen Rohstoffen, insbesondere Identifikation potenziell interessanter Rohstoffprojekte sowie deren Evaluierung und Akquisition.

 

Interessenvertretung und Informationsaustausch

Interessenvertretung zu Rohstoffallianz-spezifischen Themen gegenüber nationalen und internationalen Regierungsinstitutionen.

 

Mining Know-how und Markt-Expertise

Sammlung, Bewertung und Aufbereitung von Informationen zu relevanten Trends bei kritischen mineralischen Rohstoffen (Marktanalysen, Nachfrage-/Angebotsanalysen, Regionen-/Länderberichte etc.).

 

Projektfinanzierung und Versicherung

Strukturierung und Vermittlung von Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen, Entwicklung von spezifischen Finanzierungsplänen sowie Identifikation von projektrelevanten Versicherungen.

 

Projektmanagement

Kommunikationsschnittstelle zwischen Projektentwickler/-betreiber und Gesellschaftern/assoziierten Partnern der Rohstoffallianz.

Rohstoffe für die Industrie

 

Die Versorgung mit Rohstoffen ist in den letzten Jahren stärker in den Fokus von Unternehmen und Politik geraten. Ohne den Einsatz von vielfältigen Rohstoffen gibt es keine Produktion, keine Gebäude und keinen Transport. Deutschland gilt oftmals als rohstoffarmes Land. Wissen sei die einzige heimische Ressource, auf der unser Wohlstand basiert. Alle anderen nicht nachwachsenden Rohstoffe müssten hingegen eingeführt werden. Tatsächlich ist Deutschland bei Metallen und vielen anderen Hightech-Rohstoffen praktisch vollständig vom Import abhängig. Einzelne Fördervorhaben werden dies auch nicht grundlegend verändern. Einzig durch die Nutzung von Sekundärrohstoffen, die ursprünglich importiert, dann aber im Inland wiederverwertet werden, kann in gewissem Umfang auf heimische Produktion zurückgegriffen werden. Auch Energierohstoffe müssen zum größten Teil importiert werden. Einzig die Braunkohle und zu geringeren Teilen Öl und Gas sind zu wettbewerbsfähigen Kosten in Deutschland abbaubar.

GUTACHTEN

 

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