Lampedusa zeigt besonders brutal das Gesicht der derzeitigen großen Krisen: Hinter den Ertrinkenden steht die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher, gewaltsame Austragung von Konflikten, unsoziale Organisation der Weltwirtschaft, wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, mangelnde Solidarität in den Staaten und zwischen den Staaten, Zerstörung der natürlichen Grundlagen unseres Lebens! Es trifft zuerst die Schwächsten und dann immer mehr Menschen! Es ist höchste Zeit zum Umsteuern und gemeinsame Wege aus der Vielfachkrise zu finden! Suchen wir gemeinsame Lösungen und bilden wir dafür lokal, regional und überregional Lampedusa-Initativen: Die Welt braucht neue Kräfte für alte Werte, wie sind in der Menschenrechtserklärung beschlossen wurden, aber immer mehr an den Rand gedrängt werden!

Diesen Vorschlag stellen wir zur Diskussion, für die, die gemeinsam mit sich mit uns gemeinsam dafür engagieren wollen; er kann geändert werden und wird vielleicht klarer, wenn wir das Vorhaben herunterbrechen auf konkrete Vorschläge für die Tätigkeit in den nächsten Monaten.

Initiative Black&White e.v.
Wolfgang Lieberknecht

(englische Version am Ende des Schreibens)

ILB

 Lampedusa -Bündnisse aufbauen!

 Das seit vielen Jahren anhaltende Sterben im Mittelmeer, das jetzt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist,  darf so nicht so weitergehen! Es muss jetzt gehandelt werden und das allen zustehende Recht auf Leben gesichert werden!

Nach dem Bootsunglück mit über 300 Toten hat die Afrikanische Union die afrikanischen Staaten aufgefordert, Migration menschlich zu gestalten und die Gründe für die Migration zu überwinden. Sie bittet  die internationale Gemeinschaft, sie dabei zu unterstützen.

Sie schlägt vor,  die beiden Themen, Gestaltung von Migration und Überwindung der Ursachen von Migration  auf die Tagesordnung des Europa-Afrika-Gipfels im April 2014 in Brüssel zu setzen. Das sollten wir in Europa dankend annehmen.

Wir schlagen allen Menschen vor, die dazu beitragen können und wollen, dass in Brüssel die Weichen umgestellt werden,  sich zu vernetzen in den Städten und Regionen Bündnisse zu bilden aus Flüchtlingsinitiativen, Migrantenorganisationen, entwicklungspolitischen und Menschenrechtsinitiativen, Friedensgruppen und Frauenrechtsgruppen, Umweltinitiativen, antirassistische Initiativen, Initiativen gegen Rechts, für interkulturelle, inter-religiöse Verständigung, internationale Partnerschaften und Gruppen für eine andere globale Wirtschaftspolitik und auch humanitäre Hilfsorgansiationen. Das Sterben im Mittelmeer kann nur mit einem umfassenden Ansatz gestoppt werden, und dazu sind Antworten auf alle diesen Gebieten erforderlich, brauchen wir ein Bündnis all dieser Gruppen. Sie sollten ihr Wissen zu den Fragen teilen, sich gemeinsam weiter bilden und Forderungen erarbeiten, was wie geändert werden kann. Dabei sollte insbesondere auch das Gespräch mit Menschen mit Verbindungen nach Afrika und in den Nahen Osten gesucht werden und insbesondere auch mit Migranten und Flüchtlingen, die am besten wissen, warum Menschen fliehen. Wo Verbindungen vorhanden sind oder geschaffen werden könnten, sollte der Austausch auch mit Menschen und Initiativen in Afrika und im Nahen Osten gesucht werden. Experten sollten um Unterstützung gebeten werden. Und diese Gruppen sollten gemeinsam in der Bevölkerung für eine Politik auf allen Gebieten im Sinne der Menschenrechtserklärung werben mit dem Hintergrund, dass wir eine menschliche Familie sind und gemeinsam dafür eintreten, dass alle ein Recht auf Leben haben.

Die Lampedusa-Bündnisse sollten dann auch auf die parlamentarischen Vertreter der Wahlkreise im Land, im Bund und in Europa zugesehen und mit ihnen die Vorschläge diskutieren und sie bitten, diese Vorschläge in die Parlamente und Parteien einzubringen.

 Überregionales Lampedusa-Bündnis schaffen

Der Effekt auf das Treffen in Brüssel wird umso größer sein, in umso mehr Wahlkreisen in Deutschland und Europa an den Themen gearbeitet wird und sie auch im regionalen öffentlichen Raum und mit den dortigen Abgeordneten zum Thema werden. Wir regen an, dass die Gruppen, die sich lokal und regional engagieren, sich vernetzen, sich gegenseitig unterstützen und auch Aufgaben gemeinsam anpacken, die ihnen allen nützen:

Das ist insbesondere eine aktuelle Nachrichten- und Bildungsarbeit und die Bildung von Multiplikatoren dafür. Auch Referenten und Kulturangebote könnten für alle zentral zur Verfügung gestellt werden. Wir schlagen vor, dass diejenigen, die Initiativen aufbauen wollen, dazu ein Netzwerk bilden und dann auch entsprechende Medien schaffen, die viele Menschen erreichen können.

 Vorschläge der Zivilgesellschaft in Brüssel öffentlich machen

 Je nach Kraft kann man über so ein Bündnis auch mehr Kontakte zu Gruppen in anderen europäischen und afrikanischen Ländern schaffen und vielleicht auch im April in Brüssel öffentlichkeitswirksame Aktionen organisieren und vielleicht auch einen afrikanisch-europäischen Gipfel der Zivilgesellschaft organisieren, bei dem die Zivilgesellschaft ihre Vorschläge präsentiert.

 Vorschläge zur Migrations- und Afrikapolitik im Europa-Wahlkampf einbringen

 Zudem sollten die Lampedusa-Bündnisse ihre Vorschläge auch im Europa-Wahlkampf in den Veranstaltungen einbringen und für Entscheidungen werben auf dem Treffen, dass die europäischen Regierungen angesetzt haben für die Zeit nach der Europawahl im Sommer 2014. Die fremdenfeindlichen Strömungen werden daran arbeiten, über diese Wahlen die Abschottungspolitik in Europa zu verstärken und über die Flüchtlingspolitik mehr Einfluss für rechtsradikale Politik überhaupt im Europäischen Parlament zu bekommen. Dem entgegenzutreten, ist deshalb nicht nur für die Flüchtlingspolitik wichtig.

 Wer mit uns dafür zusammenarbeiten will:

Telefon: 05655-924981
Email: lampedusa-solidarity@gmx.de

Facebook-Diskussions-Gruppe:https://www.facebook.com/groups/254802964668967/

Die Nachrichtenarbeit haben wir auf dieser Seite begonnen:

In Deutsch:

https://www.facebook.com/pages/Lampedusa-Solidarity-News-LSN/717130838301961

In Englisch: https://www.facebook.com/pages/International-Lampedusa-Solidarity-Forum-ILSF/568650496533944

Blog: https://lampedusasolidarity.wordpress.com

We present this proposal for discussion , for those who want to work together with us to get involved with this, it can be changed and is perhaps clearer if we break down the project to specific proposals  for the next months.

Initiative Black & White e.V. Wolfgang Lieberknecht

Let`s form Lampedusa initiatives!

For many years ongoing dying of refugees in the Mediterranean has now moved into the public eye, it can not go on like that! Now it must be acted that the inherent right to life for everyone is protected!

After the boat accident with more than 300 death, the African Union  urged the African states to manage migration in a human way and work to overcome the reasons for migration. The African Union asks the international community to support this.

It proposes that the two issues , the handling of migration and overcoming the causes of migration should come on the agenda of the Euro-African summit  in April 2014 in Brussels. We should gratefully accept this proposal in Europe to cooperate on these issues.

We propose to all the people, who can and want to contribute that in Brussels the course will be changed to unite and network in the different cities and regions. They should share their knowledge on these issues, educate themselves more on it and work out the demands , which can lead to changes. The initiatives should talk especially  to people with connections to Africa and in the Middle East and in particular with migrants and refugees who know best why people flee. Where connections are available or could be created, the exchange of information and opinions should also be sought with people and initiatives in Africa and the Middle East. Experts should be asked to support. If possible, contacts with active groups in other European countries should be sought.

The Lampedusa initiatives should contact the parliamentary representatives of the constituencies in the country, the federal government and in Europe and discuss the proposals with them and ask them to bring these proposals to parliaments and parties.

Create Lampedusa network

The effect on the meeting in Brussels will be greater, if initiatives in many electoral districts in Germany and Europe work on the themes and make them in the regional public space and with the local deputies to a topic. We suggest that the groups who engage in their cities and region cooperate and support each other and tackle tasks together that benefit them all. That is particularly organizing current news and education and training of multipliers. Also, speakers and cultural activities could be provided for all centrally available. We suggest that those who want to build the initiatives and form network create appropriate medias together.

Make proposals of civil society in Brussels at the meeting public

Depending on our capacity we can create more contacts to groups in other European and African countries and perhaps also organize in Brussels in April public campaigns and perhaps an African-European-Civil-Society-Summit during which the civil society will present their proposals.

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