Werden die dramatische Appelle zur Klimakonferenz etwas bewirken? Achim Steiner, Direktor des UNO-Umweltprogramms (UNEP): “Wir bewegen uns noch immer in die falsche Richtung! Die Lücke zwischen Handeln und Ziel wird immer größer”. Dies habe Konsequenzen für die Wirtschaft und die Zukunft. Der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan: Die Erderwärmung werde von vielen Menschen unterschätzt. “Ich weiß, dass viele daran zweifeln, aber der Klimawandel ist da, und kein Land, reich oder arm, kann den Folgen ausweichen, letztendlich geht es ums Überleben.” USA lobt China: “China unternimmt große Anstrengungen zur Verringerung der Kohle-Emissionen. Das macht Mut.” Ein gemeinsamer Wille zur Veränderung zu spüren, etwa in stärkerer Zusammenarbeit zwischen den USA und China.

Begrenzte Erwartungen an UN-Klimakonferenz

 11. November 2013, 07:59
  • Im Warschauer Nationalstadion findet die UNO-Klimakonferenz statt.

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    foto: ap/alik keplicz

    Im Warschauer Nationalstadion findet die UNO-Klimakonferenz statt.

  • Warnungen im Vorfeld der heute beginnenden Tagung: “Richtiger Weg, aber die Geschwindigkeit reicht vorn und hinten nicht”

Warschau – In der polnischen Hauptstadt Warschau beginnt am heutigen Montag die UN-Klimakonferenz. Vertreter aus 194 Ländern und der EU sollen dabei den Fahrplan für das große Klimaabkommen in zwei Jahren in Paris festlegen. Die Erwartungen an die Konferenz, die am 22. November enden wird, sind bisher bescheiden, zumal Gastgeber Polen nicht als sonderlich ehrgeizig gilt, was den Klimaschutz angeht.

Achim Steiner, Direktor des UNO-Umweltprogramms (UNEP), hat im Vorfeld eindringlich zu mehr Tempo in der Klimapolitik gemahnt. “Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen, aber die Geschwindigkeit, mit der wir vorangehen, reicht vorn und hinten nicht”, sagte Steiner dem Sender NDR Info. “Die Lücke zwischen Handeln und Ziel wird immer größer, das heißt, wir bewegen uns noch immer in die falsche Richtung”, fügte er hinzu. Dies habe Konsequenzen für die Wirtschaft und die Zukunft.

“Es geht ums Überleben”

“Letztendlich geht es ums Überleben”, mahnte auch der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. “Ich weiß, dass viele daran zweifeln, aber der Klimawandel ist da, und kein Land, reich oder arm, kann den Folgen ausweichen”, betonte der Friedensnobelpreisträger. Die Erderwärmung werde von vielen Menschen unterschätzt. Auch die “bedenkenlose Ausbeutung der Ressourcen” müsse gestoppt werden. “Wir brauchen dringend Umweltsteuern, um den Konsum zu drosseln.”

Todd Stern, der US-Gesandte auf der Klimakonferenz, sprach trotz der bescheidenen Erwartungen von einer “historischen Chance” in Warschau. “Wir wollen Fortschritte”, betonte er vor Journalisten in Washington. Anders als bei vorangegangenen Klimakonferenzen sei ein gemeinsamer Wille zur Veränderung zu spüren, etwa in stärkerer Zusammenarbeit zwischen den USA und China. “China unternimmt große Anstrengungen zur Verringerung der Kohle-Emissionen. Das macht Mut”, sagte Stern. (APA, 11.11.2013)

http://derstandard.at/1381371462130/Begrenzte-Erwartungen-an-UN-Klimakonferenz

 

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