Frankreich sorgt dafür, dass die Eskalation zum Krieg gegen den Iran jederzeit weiter möglich ist und die Kette der beabsichtigten Kriege trotz des Widerstandes der amerikansichen und britischen Bevölkerung fortgeführt werden kann!

Frankreich sorgt dafür, dass die Eskalation zum Krieg gegen den Iran jederzeit weiter möglich ist

Seine wirtschaftspolitische Schwäche und von der Bevölkerung noch akzeptierte militärische Stärke macht es zu einem gefährlichen Spieler gegen den Frieden, stark für die Kriegsbefürworter im westlichen Lager

Frankreichs Regierung  hat die Vereinbarung mit dem Iran blockiert. Sie ist derzeit international in einer schwachen Position. Die Verschuldung des Landes wächst, seine Wettbewerbsfähigkeit nimmt ab, seine Kreditwürdigkeit wurde herabgestuft.

Die Regierung müsse jetzt die Sozialstandards im Land senken, um wieder wettbewerbsfähig zu werden, wird ihr geraten. Sie versucht es, aber die Franzosen interessiert nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Landes, sie haben eine Vorstellung, was gutes soziales Leben ist und sehen das als ihr Recht an. Und sind bereit, dass auch aktiv zu verteidigen. Wenn nötig auch militant. Wie jetzt in der Bretagne zu sehen. Wenn die Regierung weiter geht und das tut, was die „internationalen Finanzmärkte“ fordern, höhere Verzinsung des eingesetzten Kapitals, könnte es in Frankreich zu einem großen Aufstand kommen. Selbst eine Revolution ist nicht ausgeschlossen.

Die herrschenden Schichten machen das, was sie seit Jahrhunderten machen, die Nation, die in der sozialen Auseinandersetzung gespalten ist, gegen einen äußeren Feind einen und über militärische Stärke demonstrieren und Stolz auf die Nation produzieren. Frankreichs Armee ist vielen Armeen der armen Welt überlegen und kann Regime militärisch zerstören, wenn die anderen Großmächte es lassen. Und solche militärischen Aktionen können immer auch neue Märkte erschließen und die wettbewerbsfähige Waffenindustrie mit neuen Aufträgen versorgen.

Das Napoleon spielen war eines der Motive Sarkozy, den Krieg in der Elfenbeinküste zu eskalieren und den  Libyenkrieg vom Zaum zu brechen und eines von Holande nach Mali zu ziehen. Und die französische Regierung war auch mit die erste, die militärisch gegen Syrien vorgehen wollte. Da kann man bei der wachsenden rechtsextremen Bewegung nichts verlieren und die progressiven Kräfte spalten in Gegner und Befürworter solcher Aktionen.

US-General Wesley Clark war geschockt, als ihm die US-Administration vor Jahren das Kriegsprogramm mitteilte, das sich der Mainstream der US-Elite vorgenommen hatte: Wir greifen sieben Länder in den nächsten Jahren an, Länder in denen wir die Regierungen wechseln wollen, weil wir die militärische Stärke dazu haben. Seither hat die westliche Koalition das Programm Land für Land abgearbeitet. Der rohstoffreiche Iran steht noch auf dieser Liste und ein Teil der Führung des Landes will  sich wohl auch deshalb mit Atomwaffen versorgen, damit das rohstoffreiche Land die zu erwartenden Angreifer abschrecken kann. Das Land hat brutale Erfahrungen mit gewaltsamen Interventionen der USA und Großbritanniens gemacht: Als es gegen britische Ölkonzerne durchsetzen wollte, dass ein größerer Teil der Erlöse im Iran bleibt, stürzten die Geheimdienste beider Länder die Regierung und installierten die brutale Diktatur des Schah Reza Pachlevi.

Ist die französische Regierung  auf Grund ihrer innen- und wirtschaftspolitischen Schwäche, jetzt diejenige, die das tut, was die anderen Staaten der westlichen Koalition nicht so einfach mehr tun können? In Großbritannien und den USA ist der von den Regierungen beabsichtigte Krieg gegen Syrien an dem starken innenpolitischem Widerstand gescheitert. Die Lügen mit denen vor allem der Krieg gegen den Irak von den Regierungen der beiden Ländern und den Medien verkauft worden ist, haben die Gesellschaften kritisch gemacht: Sie glauben ihren Regierungen ihre Argumente für neue Kriege nicht mehr. Frankreich dagegen war in der Lage, ohne nennenswerten Widerstand im Inneren nach Mali in den Krieg zu ziehen. Unter dem Beifall derjenigen in den USA, die offen an dem einmal beschlossenen Programm des Krieges gegen die ausgewählten Länder festhalten  und deren Verbündeter, v.a. in Israel und Saudi-Arabien, verhinderte die französische Regierung eine Minderung der Spannungen mit und um den Iran und hält den Weg offen, für eine militärische Eskalation. Es gilt jetzt gegen diese Bestrebungen zu arbeiten, damit die westlichen Mächte nicht bald das nächste Land zerstören können.

Einschätzung von Wolfgang Lieberknecht
interessiert an Meinungen und auch Kritiken zu dieser Einschätzung

Quelle zum Kriegsprogramm der US-Elite:

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