Gefahren aus Sicht der globale Wirtschaftselite: Wachsende soziale Spannungen im Mittleren Osten und Nordafrika, größere Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich, hohe Arbeitslosigkeit, Klimawandel. Besonders besorgt sind die Befragten wegen der steigenden Arbeitslosigkeit, die auch in vermehrte soziale Unruhen münden könne. Laut Umfrage wird befürchtet, dass vor allem hohe Jugendarbeitlosigkeitsraten letztlich zu höheren Kriminalitätsraten, stagnierendem Wirtschaftswachstum und zum Auseinanderreißen des sozialen Gefüges führen könnten. Die Elite sieht die Gefahren, aber dabei dürfte es bleiben, denn sie werden dafür bezahlt, möglichst hohe Renditen für die Kapitaleigner zu erwirtschaften, sind durch die Konkurrenzmechanismen sogar einzelwirtschaftlich dazu gezwungen und die Staaten sind einzelstaatlich dazu gewezungen, eine Wirtschaftspolitik zu betreiben, die Kapitel ins Land zieht durch Schaffung guter Verwertungsbedingungen – das aber hat als Resultat, dass bei all diesen Problemen eher mit Verschärfungen zu rechnen sind! Wer etwas tut, schmälert die Renditen. Leider sind die alternativen Kräfte noch nicht in der Lage, globale Regelungen durchzusetzen, die alle Staaten und allen Kapitalien Schranken setzen, indem sie für alle Menschenrechts- und Umweltstandards durchsetzen, u.a. auch das Menschenrechte auf Arbeit. Ein solches globales Bündnis aber gilt es jetzt zu schaffen, damit die Welt Lösungen finden kann und nicht in der Konkurrenz stecken bleibt. Einen neuen internationalen geschichtsmächtigen Block, den brauchen wir jetzt, und den kann es in der Globalisierung nur als internationalen Block geben.

Arbeitslosigkeit bedroht sozialen Frieden

15. November 2013, 15:08
  • In Spanien wird schon seit einiger Zeit wegen der steigenden Arbeitslosigkeit vor allem unter den Jungen protestiert.
    foto: reuters/hanna

    In Spanien wird schon seit einiger Zeit wegen der steigenden Arbeitslosigkeit vor allem unter den Jungen protestiert.

    Für die Wirtschaftselite gehört die prekäre Situation auf den Arbeitsmärkten 2014 zu den drängendsten Themen

Wachsende soziale Spannungen im Mittleren Osten und Nordafrika, größere Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich, hohe Arbeitslosigkeit: Fragt man die globale Wirtschaftselite, so sind das ihre drei wichtigsten Themengebiete für das kommende Jahr.

Das Weltwirtschaftforum präsentiert in seinem Ausblick die Welt-Agenda für 2014. Insgesamt wurden für die Umfrage 1.592 Entscheidungsträger aus 112 Ländern rund um den Erdball befragt.

Arbeitslosikeit bedroht sozialen Frieden

Besonders besorgt sind die Befragten wegen der steigenden Arbeitslosigkeit, die auch in vermehrte soziale Unruhen münden könne. Laut Umfrage wird befürchtet, dass vor allem hohe Jugendarbeitlosigkeitsraten letztlich zu höheren Kriminalitätsraten, stagnierendem Wirtschaftswachstum und zum Auseinanderreißen des sozialen Gefüges führen könnten. Dennoch bleibt man im Ausblick des Weltwirtschaftsforums optimistisch: Die Regierungen vor allem in der westlichen Hemisphäre hätten erkannt, wie wichtig das Thema Arbeitslosigkeit ist, und setzten erste Schritte.

Als weitere Top-Themen identifizieren die befragten Entscheidungsträger unter anderem den Klimawandel, verstärkte Gefahren durch Cyberkriminalität oder das schrumpfende Vertrauen in die Wirtschaftspolitik.

Zusätzlich fasst die Agenda 2014 des Weltwirtschaftsforums auch die Trends für das kommende Jahr zusammen. Neben der Frage des Schiefergases und der Biotechnologie ist auch die Zukunft von Demokratie und Überwachung ein Thema, das laut Umfrage beschäftigen wird. (rom, derStandard.at, 15.11.2013)

http://derstandard.at/1381372224997/Weltwirtschaftsforum-Arbeitslosigkeit-bedroht-sozialen-Frieden

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