Lampedusa-Bündnisse für eine neue politische Richtung Europas (und Deutschlands) hin zu fairen Beziehungen zu Menschen aus den anderen Teilen der Welt und zur Arbeit an den Lösungen der globalen Problemen, Armut und Perspektivlosigkeit, mehr Krieg und Gewalt, Umweltzerstörung schaffen! Vorschlag für ein Selbstverständnis. Die nächsten Schritte zur Schaffung des Lampedusa-Bündnisses Werra-Meißner!

Die nächsten Schritte zur Schaffung des Lampedusa-Bündnisses Werra-Meißner

Im Werra-Meißner-Kreis hat die Initiative für ein Lampedusa-Bündnis den folgenden Text vorgelegt als Erklärung für das Selbstverständnis des Bündnisses. Wir bitten die am Aufbau des Bündnisses Interessierten, uns ihre Meinungen dazu zu schreiben und auch Änderungswünsche, inhaltliche und redaktionelle. Wir treffen uns dann am 9. Januar 2014, um das Selbstverständnis zu beschließen und über seine Umsetzung zu beraten. Wir laden Organisationen und auch Einzelpersonen ein zum Treffen um 19.30 Uhr im Büro der Flüchtlingsberatung in Eschwege, An den Anlagen 8 (über den Hinterhof, Oberstes Stockwerk). Wir bitten Organisationen, den Vorschlag in ihren Gremien zu diskutieren als Basis für die Entscheidung für eine Mitarbeit im Bündnis.

Die Initiative für das Lampedusa-Bündnis-Werra-Meißner hat ihr Anliegen mit einem Stand und Musik und Wortbeiträgen der Gruppe Black&White in der Eschweger Innenstadt bekannt gemacht. Zu einem anschließenden ersten Treffen kamen 35 Besucher, darunter auch Parlamentarier und Vertreter von Initiativen, die in einzelnen Gebieten, die das Bündnis stärken will, aktiv sind. Mit einem Powerpointvortrag und dem Video vom Unglück vor Lampedusa und den Geschehnissen an den europäischen Grenzen im und um das Mittelmeer stellten die Initiatoren ihr Anliegen vor. Eingeladen zu dem Treffen hatten Amnesty Gruppe Eschwege, Save-Me Werra-Meißner, die Flüchtlingsberatung der Diakonie und die Initiative Black&White.

Nun der Vorschlag zum Selbstverständnis  des Lampedusa-Bündnisses Werra-Meißner:

Lampedusa-Bündnis-Werra-Meißner-Kreis

Weltweit das Recht auf Leben und Überleben sichern!

Im  Ertrinken im Mittelmeer sehen wir ein Zeichen für den traurigen Zustand der Welt: Das Recht auf Leben wird an den Grenzen Europas nicht geachtet; und es wird auch durch immer mehr Kriege und Gewalt bedroht, durch wachsende soziale Perspektivlosigkeit und extreme Armut, vor allem in den Nicht-Industrieländern.

Die Flüchtlinge kommen aus den Gebieten, in denen die wachsenden globalen Krisen schon heute das Leben bedrohen.  Aber das Risiko der Eskalation globaler Konflikte und die umweltzerstörerischen Folgen der heutigen Wirtschafts- und Lebensweise werden auch uns treffen und könnten sogar das Überleben der Menschheit gefährden.

Wir gehören in Deutschland noch zu einer relativ stabilen Region, doch die globalen Konflikte können schnell auch für uns zur existentiellen Bedrohung werden. Und schon die aktuellen Konflikte wirken immer mehr auf uns zurück, u.a. auch dadurch, dass wieder mehr Flüchtlinge in unseren Kreis kommen oder immer mehr Steuergelder für Aufrüstung ausgegeben werden oder deutsche Soldaten in Kriegsgebieten eingesetzt werden und ihr Leben verlieren.

Wir suchen den Zusammenschluss der Menschen im Werra-Meißner-Kreis, die für  Leben, menschenwürdiges Leben für alle und das Überleben aktiv werden wollen, die spüren, dass wir dazu neue politische Kräfte brauchen, die helfen können, eine andere Richtung globaler Zusammenarbeit, statt wachsender Konfrontation zu finden.

Folgende Aufgaben wollen wir anpacken:

1.)         Beitragen zu einer Willkommenskultur und mitmenschlichen Unterstützung für die Flüchtlinge im Kreis

2.)         Beitragen zur interreligiösen und interkulturellen Verständigung und zum Zusammenschluss für die weltweite Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte  und der UN-Charta

3.)         Beitragen dazu, dass Menschen, deren Leben bedroht ist, sicher in stabile Gebiete der Erde kommen können und dabei nicht ihr Leben riskieren müssen

4.)         Beitragen dazu, Fluchtursachen zu überwinden und an der Überwindung der globalen friedenspolitischen, wirtschaftspolitischen und ökologischen Krisen mitarbeiten und uns insbesondere für faire Beziehungen der Bundesrepublik zu anderen Ländern einsetzen

–             Wir wollen dazu beitragen, im Werra-Meißner-Kreis eine gesellschaftliche Mehrheit dafür zu schaffen und suchen dazu den Zusammenschluss mit Vereinen, Kirchen, Schülervertretern, Initiativen und Parteien, insbesondere auch denen, die bereits für diese Themen aktiv sind, im Kreis und in seinen Gemeinden.

–             Wir suchen den Dialog mit den Parlamentariern, die den Kreis vertreten, darüber, was sie und wir für diese Ziele bewirken können.

–             Wir organisieren Bildungsveranstaltungen für Multiplikatoren, die sich aktuell und gut informieren wollen, um für diese Fragen in ihren Netzwerken Menschen besser interessieren und informieren zu können.

–             Wir organisieren einen aktuellen Nachrichtenfluss für Engagierte über das Internet und Versammlungen.

–             Wir organisieren oder unterstützen Hilfen für Flüchtlinge und ihre Integration in den Werra-Meißner-Kreis.

–             Wir organisieren öffentliche Aktionen, um darüber mehr Menschen für die Themen zu interessieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen über mögliche Lösungen.

Koordination: Initiative Black&White:
Email: lampedusa-buendnis-wmk@gmx.de, Tel: 05655-924981

Mit solidarischen Grüßen, Wolfgang Lieberknecht

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