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Das Sterben im Mittelmeer zeigt so leidvoll unser aller Versagen, eine Welt aufzubauen, in der alle in Frieden und menschenwürdig leben können. Ziele, die die Staaten allen Menschen in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Atlantik- und UN-Charta im und nach dem Zweiten Weltkrieg versprochen haben. Wir wollen jetzt mit dem Lampedusa-Solidaritäts-Forum (Lampedusa-Solidarity-Forum) dazu beitragen, das zu ändern und daran arbeiten, die große, aber notwendige und auch mögliche Vision einer von den Bürgern getragenen Weltordnung mit Menschenrechten für alle, zu verwirklichen! Lasst uns dafür Nachrichten, Bildung, Lobbyarbeit und Aktionen organisieren, Reformprogramm anstoßen und Mehrheiten dafür schaffen. Initiiert von der Initiative Black&White e.V. Bahnhofstr. 15 37281 Wanfried Email: lampedusa-solidarity@gmx.de Telefon: 05655-924981 Mobil: 0171-9132149 Homepages der Initiative Black&White www.blackandwhite-schwarzundweiss.de www.blackandwhiteinitiative.wordpress.com verantwortlicher Moderator der Seite: Wolfgang Lieberknecht

Im Mittelmeer werden nach UN-Angaben 75 Flüchtlinge vermisst, die nach Europa gelangen wollten. Die italienischen Marine habe am Dienstag vor der Küste Siziliens ein havariertes Schiff entdeckt, 27 Menschen konnten gerettet werden, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Mittwoch mit. Die Überlebenden hätten berichtet, dass ursprünglich 75 weitere Menschen mit ihnen an Bord waren.

75 Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst
In Folge der Operation "Mare Nostrum" ist die italiensiche Marine im Mittelmeer aktiv.

In Folge der Operation “Mare Nostrum” ist die italiensiche Marine im Mittelmeer aktiv. – Foto: APA/EPA/MARINA MILITARE/HANDOUT
75 Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst Vor der Küste Siziliens wurde ein havariertes Schiff entdeckt, 27 Menschen konnten gerettet werden.

Im Mittelmeer werden nach UN-Angaben 75 Flüchtlinge vermisst, die nach Europa gelangen wollten. Die italienischen Marine habe am Dienstag vor der Küste Siziliens ein havariertes Schiff entdeckt, 27 Menschen konnten gerettet werden, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Mittwoch mit. Die Überlebenden hätten berichtet, dass ursprünglich 75 weitere Menschen mit ihnen an Bord waren.

Die bisherigen Ermittlungsergebnisse deuteten darauf hin, dass “rund 70 Personen nach dem Unglück vermisst sind”, erklärte der Staatsanwalt der sizilianischen Stadt Catania, Giovanni Salvi. “27 konnten gerettet werden.” Wahrscheinliche Ursache für das Unglück, dass sich “in den vergangenen Tagen” ereignete, war demnach das schlechte Wetter sowie der Umstand, dass das Schlauchboot mit 101 Personen an Bord völlig überfüllt gewesen sei.

Die italienische Marine brachte allein am vergangenen Wochenende mehr als 5.000 Bootsflüchtlinge in Sicherheit, die über das Mittelmeer in Richtung Europa unterwegs waren. Damit stieg die Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr aus Nordafrika kommend in Italien eintrafen, auf mehr als 63.000. Nachdem im Jahr 2013 bei verschiedenen Flüchtlingsdramen mehr als 400 Menschen ertrunken waren, hat die italienische Marine die Operation “Mare Nostrum” gestartet, mit der ein rechtzeitiges Auffinden Schiffbrüchiger gewährleistet werden soll.

45 Leichen geborgen

Zuvor war an Bord eines ebenfalls vor Sizilien geretteten Flüchtlingsboots, das am Dienstagnachmittag auf Sizilien eingetroffen ist, die Leichen von 45 Migranten geborgen. Feuerwehrmannschaften mussten lang arbeiten, um die Leichen aus dem engen Lagerraum zu bergen, in dem die eingepferchten Flüchtlinge erdrückt, oder erstickt sind. “Es ist wie ein Massengrab, das an Auschwitz erinnert”, berichtete der Polizeichef der sizilianischen Stadt Ragusa, Antonino Ciavola. Die Leichen werden jetzt in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo obduziert. Die Todesopfer – Männer aus Zentralafrika – wurden in einem Fischerboot entdeckt, auf dem sich 590 Migranten befanden, doppelt so viele wie es der Sicherheit entsprechen hätte. Das Fischerboot wurde von einem Schiff der italienischen Marine nach Pozzallo geschleppt. Die Überlebenden wurden befragt. Zwei mutmaßliche Schlepper wurden festgenommen.

Flüchtlingsproblematik wird EU-Thema

Mit dem Beginn der italienische EU-Ratspräsidentschaft will die Regierung Renzi inzwischen die heikle Flüchtlingsproblematik an die Spitze der europäischen Agenda setzen. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström reist am Donnerstag nach Rom, wo sie mit der Regierung Renzi Gespräche zur Migrationsfrage führen wird. Das Kabinett will vor allem über die Zukunft des Einsatzes “Mare Nostrum” zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer beraten und von Brüssel eine Zusage für finanzielle Unterstützung der Mission aus EU-Kassen erhalten. Premier Matteo Renzi will auf den designierten EU-Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker für eine rasche Ernennung eines EU-Kommissars Druck machen, der sich mit dem Flüchtlingsproblem befassen soll.

“Italiens EU-Vorsitz ist eine einmalige Gelegenheit, um die EU zu überzeugen, dass sie sich konkret zur Bewältigung der Flüchtlingswelle engagieren muss”, kommentierte der Senator der Regierungspartei NCD, Renato Schifani.

Rechtsparteien verschärfen indes den Druck auf die Regierung für ein sofortiges Ende des Einsatzes “Mare Nostrum”, der ihrer Ansicht nach den Menschenhandel über das Mittelmeer nur noch fördern würde. “Wir haben zwar die Pflicht, Menschen in Seenot zu retten. Wir können jedoch diese verzweifelte Flucht aus Afrika nicht unterstützen, die kriminelle Schlepperbanden bereichert”, betonte der Senator der oppositionellen Forza Italia Maurizio Gasparri.

 

http://kurier.at/politik/weltchronik/schiffsunglueck-im-mittelmeer-75-fluechtlinge-nach-schiffsunglueck-vermisst/73.040.018

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die vom Westen gepuschte Unanbhängigkeit des Südsudan hat Gewalt und Chaos hervorgebracht nicht die versprochene Freiheit der Bevölkerung! Die SPLM, die doch eigentlich eine Vision für eine ganze Nation entwickeln sollte, hat für sich selber noch keine Identität für die Zeiten des Friedens und der staatlichen Normalität gefunden. Das beginnt mit der organisatorischen Nähe zur SPLA, der Befreiungsarmee im südsudanesischen Bürgerkrieg von 1983 bis 2005. Die Parteiführer denken wie die Militärführer, die sie waren und immer noch sind. Ihre Befehlsgewalt ist dabei besonders krude, denn sie haben das Handwerk ursprünglich fast alle als Offiziere der sudanesischen Armee Khartums gelernt. Führung misst sich dabei an der Fähigkeit, den Zusammenhalt der Gruppe mit Gewalt zu erzwingen.

Südsudan

Blutige Faktionskämpfe in der Regierungspartei

Auslandnachrichten Heute, 20:10
Panzer patroullieren auf den Strassen der Hauptstadt Juba.
                    Panzer patroullieren auf den Strassen der Hauptstadt Juba.                                             (Bild: Reuters)
Bei einem offenbar gescheiterten Putschversuch sind in der südsudanesischen Hauptstadt Juba Dutzende von Soldaten getötet worden. Die Führung des Landes trägt ihre Machtkämpfe wie zu Zeiten des sudanesischen Bürgerkriegs mit Waffengewalt aus.

Markus M. Haefliger, Nairobi

In einer Welt, wie sie sich ausländische Vermittler des sudanesischen Friedensabkommens von 2005 vorgestellt haben, würde der Südsudan jetzt wirtschaftlich und sozial gedeihen und auf dem Weg der Staatenbildung rasche Fortschritte machen. Aber zweieinhalb Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit ist das Gegenteil der Fall: Für die Entwicklung des Landes geschieht viel zu wenig, die Erdöleinnahmen versickern in einem aufgeblähten Staats- und Sicherheitsapparat, und nun zeigen Faktionskämpfe zwischen Gefolgsleuten von Präsident Kiir und seinen Rivalen, wie die politische Führung ihre Meinungsverschiedenheiten mit Gewalt statt demokratischen Mitteln austragen will.

Verschreckte Bevölkerung

Die Kämpfe in der Hauptstadt Juba hatten, wie kurz gemeldet, am Montag begonnen. Kiir versicherte gleichentags im Fernsehen, ein Putschversuch sei niedergerungen worden. Aber in der Nacht auf Dienstag brachen die Feindseligkeiten erneut aus und dauerten bis mittags an. Laut der Agentur AFP, die sich auf Ärzte des Militärspitals beruft, wurden dabei mindestens 66 Soldaten getötet und 140 verletzt. Die Strassen blieben am Dienstag menschenleer; Soldaten patrouillierten zu Fuss und in Panzerfahrzeugen. Mehr als 10 000 Zivilisten hatten sich in den abgesicherten Bezirk der Uno beim Flughafen geflüchtet.

Kiir hatte am Montag als Anführer des angeblichen Putschversuchs den im Juli abgesetzten Vizepräsidenten Riek Machar genannt. Laut gut unterrichteten Kreisen in Juba hatte Machar am Sonntag ein Treffen des National Liberation Council, des Führungsgremiums des Sudan People’s Liberation Movement (SPLM), unter Protest verlassen. Die Regierungspartei ist seit Monaten zerstritten. Vordergründig geht es dabei um Korruptionsvorwürfe und die Entlassung zahlreicher Minister durch Kiir seit Anfang Jahr, tatsächlich aber um die Frage, ob Kiir Parteichef bleibt. Damit wäre er bei den Präsidentenwahlen von 2015 für eine dritte Amtszeit praktisch gesetzt. Über den Aufenthalt Machars wurde am Dienstag nichts bekannt. Dagegen soll Pagan Amun, ein ehemaliger Chefunterhändler mit Khartum, den Kiir, ebenfalls im Juli, als Generalsekretär der Regierungspartei abgesetzt hatte, verhaftet worden sein.

Betonköpfe machen Politik

Mit den blutigen Kämpfen haben die Faktionskämpfe innerhalb der SPLM eine dramatische Wende genommen. Kiirs Gegner hatten bisher den Anschein erweckt, dass sie mit demokratischen Mitteln gegen ihre Herabstufung und Ausgrenzung vorgehen wollten. Amun etwa hatte im Zusammenhang mit seiner Entlassung die Gerichte angerufen. Nun werden offenbar die Spielregeln fahrengelassen.

Die SPLM, die doch eigentlich eine Vision für eine ganze Nation entwickeln sollte, hat für sich selber noch keine Identität für die Zeiten des Friedens und der staatlichen Normalität gefunden. Das beginnt mit der organisatorischen Nähe zur SPLA, der Befreiungsarmee im südsudanesischen Bürgerkrieg von 1983 bis 2005. Die Parteiführer denken wie die Militärführer, die sie waren und immer noch sind. Ihre Befehlsgewalt ist dabei besonders krude, denn sie haben das Handwerk ursprünglich fast alle als Offiziere der sudanesischen Armee Khartums gelernt. Führung misst sich dabei an der Fähigkeit, den Zusammenhalt der Gruppe mit Gewalt zu erzwingen.

Für demokratischen Dissens ist in diesem Weltbild kein Platz. Die Geschichte des südsudanesischen Befreiungskampfes ist von internen Bürgerkriegen geprägt. 1991 führten strategische Meinungsverschiedenheiten zwischen der Nasir-Faktion der SPLA im Osten und John Garangs Torit-Faktion zu gegenseitigen Massakern. Der Anführer in Nasir war kein anderer als Kiirs gegenwärtiger Rivale Riek Machar. Der Konflikt bekam damals eine ethnische Färbung, weil Machars Leute Nuer waren und gemeinsam mit den Shilluk aus dem Niltal gegen die Dominanz der Dinka in der SPLA aufbegehrten; der 2005 verstorbene Garang war ein Dinka, wie Kiir einer ist.

Drohender Stammeskonflikt

Präsident Kiir nannte Machar am Montag einen «Propheten des Unglücks», der seine bösen Ziele von 1991 weiter verfolge. Vielen Südsudanesen dürften bei der Anspielung an die Vergangenheit erschauert sein. Kiir galt bisher als geschickter Versöhner, der in seinem Kabinett viele Ethnien versammelte. Aber er wäre nicht der Erste, der sich in Afrika auf seine Gruppe abstützt, sobald er sich in Gefahr glaubt. Es geht im Südsudan um Macht und Pfründen. Aber die Ereignisse der vergangenen zwei Tage malen die Gefahr eines ethnischen Konflikts an die Wand.

Ist Frankreichs Militäreinsatz uneigennützig oder für die französischen Wirtschaftsinteressen? DerAufmarsch in Zentralafrika wurde schon seit März vorbereitet!

Einsatz in Zentralafrika: Wer zahlt, bestimmt mit

Kommentar | Stefan Brändle
15. Dezember 2013, 18:28

Ist der Truppeneinsatz wirklich uneigennützig, oder dient er auch den französischen Wirtschaftsinteressen?

Die Zentralafrikanische Republik macht erstmals seit den Zeiten von “Kaiser”  Bokassa in den Siebzigerjahren wieder weltweit Schlagzeilen: Zwischen Christen und der muslimischen Minderheit droht ein Bürgerkrieg; unzählige Zivilisten wurden schon massakriert, noch viel mehr sind auf der Flucht. Frankreichs Präsident François Hollande schickte französische Elitetruppen, um die Streitparteien zu trennen. Jetzt wünscht er, dass sich die EU an dem – mehrere hundert Millionen Euro teuren – Truppeneinsatz finanziell beteiligt. Ende der Woche wird er beim EU-Gipfel die Einrichtung eines “Fonds” für solche Militäroperationen beantragen.

Eine derartige Kriegskasse kann sinnvoll sein, aber natürlich nur, wenn mitzahlende Partner auch mitbestimmen können. In Zentralafrika könnte die EU den Militäreinsatz aber nur nachträglich abnicken. Dabei hat der französische Generalstab den Einsatz seit März vorbereitet; Hollande hatte also genug Zeit, in Brüssel vorstellig zu werden.

Dort hätte man aber unbequeme Fragen gestellt. Ist der Truppeneinsatz wirklich uneigennützig, oder dient er auch den französischen Wirtschaftsinteressen? Und wenn die EU mitzahlt, hat sie dann in der ehemaligen französischen Kolonie auch ein Mitspracherecht zum politischen und volkswirtschaftlichen Wiederaufbau jenseits von postkolonialer Pseudo-Demokratisierung?

Noch eine Frage steht im Raum: Will Frankreich in Zen­tralafrika auch den Vormarsch der Islamisten aufhalten, das heißt ein zweites Somalia verhindern? Falls dies im europäischen Interesse ist, wie es in Paris heißt, dann muss das auch auf europäischer Ebene beraten werden. Die französische Regierung bleibt die Debatte aber schuldig. Unter diesen Umständen ist eine finanzielle Beteiligung an einer wenig transparenten Militärmission nicht angebracht. (DER STANDARD, 16.12.2013)

Israel geht mit Gewalt gegen Flüchtlinge vor, die gegen ihre Internierung in der Negevwüste demonstrierten!

Demo vor der Knesset – 180 Männer in Abschiebelager  in der Negevwüste zurückgebracht

Jerusalem – Nach Protesten gegen ihre Unterbringung in Abschiebelagern im Süden Israels sind in Jerusalem 180 illegal eingewanderte Afrikaner festgenommen worden. Starke Polizeikräfte hätten am Dienstag die Kundgebung vor dem Parlamentsgebäude teils unter Gewaltanwendung aufgelöst, berichtete ein AFP-Reporter. Zwei verletzte Demonstranten mussten demnach ärztlich behandelt werden.

Die Flüchtlinge hatten zuvor gegen ihre Einweisung in ein neu eingerichtetes Internierungslager in der Negevwüste protestiert.

“Wir haben 180 Personen zu bereitstehenden Bussen gebracht, nachdem wir den unerlaubten Protest beendet haben”, sagte ein Polizeisprecher. Sie würden zurück in ein Internierungslager in Südisrael gebracht. Die illegal nach Israel eingewanderten Afrikaner hatten zunächst vor der Residenz des israelischen Ministerpräsidenten und dann vor der Knesset Schilder mit der Aufschrift hochgehalten: “Wir sind Flüchtlinge und keine Verbrecher” sowie “Wir sind in Gefahr, nicht gefährlich”.

Eine Sprecherin der Justizvollzugsbehörden hatte am Montag mitgeteilt, 282 Insassen des Lagers von Cholot seien am Sonntagabend nicht zum abendlichen Zählappell zurückgekehrt. Stattdessen hätten sie die Nacht im Busbahnhof der 50 Kilometer entfernten Stadt Beersheba verbracht und seien von dort Richtung Jerusalem marschiert. Ein Kibbuz auf halber Strecke nahm die Protestierenden in der Nacht zum Dienstag auf; von Bürgerrechtlern gecharterte Busse brachten sie dann nach Jerusalem.

Am Donnerstag waren die ersten 484 Flüchtlinge in das Internierungslager gebracht worden, das zunächst 3300 Menschen und später bis zu 11.000 Insassen aufnehmen soll. Die Insassen dürfen nur tagsüber das Lager verlassen. Das Parlament hatte vor einer Woche ein neues Gesetz verabschiedet, das die Internierung bis zu einem Jahr ohne Gerichtsverfahren erlaubt. Das Vorgängergesetz, das ein Wegsperren bis zu drei Jahre ohne Richterspruch ermöglichte, war im September vom Obersten Gericht außer Kraft gesetzt worden.

Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte am Dienstag vor dem Parlament: “Die Eindringlinge, die in die neue Einrichtung gebracht wurden, können dort bleiben oder in ihre Heimatländer zurückkehren.” Eine andere Wahl hätte sie nicht. (APA, 17.12.2013)

 

http://derstandard.at/1385171377658/Fluechtlingsprotest-in-Jerusalem-gewaltsam-aufgloest

Hat der Westallierte Saudi Arabien bei den Anschläge auf die Twin Tours die Hände im Spiel gehabt und hat Busch die Aufdeckung verhindert? Zwei Senatoren, der Republikaner Walter Jones und der Demokrat Stephen Lynch, fordern die Veröffentlichung von 28 zensierten Seiten des offiziellen Berichts über die Anschläge von 9/11 in New York. Die Senatoren, die in die entfenten Passagen Einsicht nehmen konnten, haben eine Resolution vorgelegt, um Präsident Obama zu zwingen, das offizielle Schweigen dazu zu brechen, so die “New York Post”. Demnach sind in der Vergangenheit zahlreiche, auch vom Geheimdienst CIA bestätigte Informationen über die Beziehungen zwischen saudischen Amtsträgern und einigen Selbstmordattentätern aufgetaucht.

9/11-Bericht soll Saudis belasten

17. Dezember 2013, 17:24
  • 9. September 2001: Präsident Bush wird über die Anschläge auf World Trade Center informiert

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    foto: apa/afp/paul j. richards

     

     

     

    9. September 2001: Präsident Bush wird über die Anschläge auf World Trade Center informiert

     

     


Präsident Bush ließ 28 Seiten entfernen – Senatoren Jones und  Lynch verlangen Veröffentlichung

Washington/Riad – Die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien sind zur Zeit nicht die besten. Das Wüstenkönigreich ist über die vorsichtige Öffnung Washingtons gegenüber dem Iran alles andere als erfreut. Zudem kritisiert Riad die “weiche” Linie von US-Präsident Barack Obama im Syrien-Konflikt.

Doch jetzt könnte sich eine neue Quelle für Konflikte zwischen den engen “Verbündeten” auftun: eine mögliche Komplizenschaft Saudi-Arabiens mit den Attentätern vom 11. September 2001. Zwei Senatoren, der Republikaner Walter Jones und der Demokrat Stephen Lynch, fordern die Veröffentlichung von 28 zensierten Seiten des offiziellen Berichts über die Anschläge von 9/11 in New York und Washington, berichtet die “New York Post”.

Bush ordnete Zensur an

Ein Abschnitt des Berichts war unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush entfernt worden, offenbar um die Beziehungen zu einem wichtigen Verbündeten im Nahen Osten nicht zu belasten. Die Senatoren, die in die entfenten Passagen Einsiucht nehmen konnten,  haben eine Resolution vorgelegt, um Präsident Obama zu zwingen, das offizielle Schweigen dazu zu brechen, so die  “New York Post”.

Demnach sind in der Vergangenheit zahlreiche, auch vom Geheimdienst CIA bestätigte Informationen über die Beziehungen zwischen saudischen Amtsträgern und einigen Selbstmordattentätern aufgetaucht: Der saudische Konsulatsangestellte in Los Angeles, Fahad al Thumairy, koordinierte ein Empfangsteam für zwei der Flugzeugentführer von 9/11, Khalid al-Minhdhar und Nawaf al-Hazmi. Das selbe Team unter der Leitung von Omar al-Bayoumi richtete einen Stützpunkt in San Diego ein.

Spenden aus Riad

Auch eine mit der Familie Bush befreundete Persönlichkeit erscheint in schiefem Licht: Prinz Bandar bin Sultan, damals Botschafter in Washington und heute saudischer Geheimdienstchef, überwies 130.000 Dollar an den saudischen Agenten Osama Bassnan, der die beiden Flugzeugentführer in Kalifornien unterstützte. Später kamen noch weitere Spenden aus Riad.

Von nicht weniger Interesse sind die Bewegungsprofile anderer saudischer Emissäre: Saleh Hussayen wohnte im selben Hotel beim Washingtoner Airport Dulles, wo auch die Terroristen untergebracht waren, die ein Flugzeug ins Pentagon steuern sollten. Esam Ghazzawi, ein Berater eines Enkels des Königs, empfing in seiner Luxusresidenz in Sarasota in Florida den Anführer des Terrorkommandos, Mohammed Atta. und andere Selbstmordattentäter. Zwei Wochen vor dem 11. September verließ der Saudi-Funktionär überstürzt seine Residenz und ließ teure Autos und Einrichtungsgegenstände zurück.  (red/APA, 17.12.2013)

http://derstandard.at/1385171368133/911-Bericht-soll-Saudis-belasten

Sudanesische Asylsuchende demonstrieren nah langer Inhaftierung vor Israel Innenministerium in Jerusalem!

Asylsuchende in Israel

Protestmarsch im Heiligen Land

Auslandnachrichten Heute, 18:56
Sudanesische Asylsuchende in Israel sind trotz der Kälte zu einem Protestmarsch nach Jerusalem aufgebrochen. Sie waren monatelang im Gefängnis und weigern sich nun, in die neue offene Haftanstalt zurückzukehren, in die sie transferiert wurden.
Monika Bolliger, Jerusalem

Eine Gruppe von etwa 150 sudanesischen Asylsuchenden hat sich am Montag von Beerscheba im Süden Israels zu Fuss zur Knesset in Jerusalem aufgemacht. Die Sudanesen waren Ende letzte Woche von einem geschlossenen Gefängnis für Migranten in eine offene Internierungsanstalt verlegt worden, nachdem das Oberste Gericht ein Gesetz zum langfristigen Einsperren von Asylsuchenden für ungültig erklärt hatte. Die Migranten dürfen die neue Anstalt nur tagsüber verlassen und müssen sich dreimal täglich dort melden. Anstatt am Abend zurückzukehren, brachen sie aber nach Jerusalem auf, um beim Innenminister zu protestieren.

Die meisten waren nicht für die Kälte gerüstet, und manche waren geschwächt, weil sie nach dem Transfer einen Hungerstreik begonnen hatten. Zwei brachen unterwegs zusammen und mussten in ein Spital gebracht werden. Ahmad Abdelmoneim aus Darfur sagte im Gespräch, er könne nicht nach Darfur zurück, und auch Nachbarländer wie Ägypten seien für afrikanische Flüchtlinge nicht sicher. Er kam 2012 nach Israel und wurde sofort inhaftiert. Nach einem Jahr durfte er ein Asylgesuch stellen. Dieses ist noch ausstehend. Israel hat bisher nur einer Handvoll nichtjüdischer Flüchtlinge Asyl gewährt. Abdelmoneim sagt: «Wir wollen wie Menschen behandelt werden. Wenn Israel uns nicht aufnehmen kann, brauchen wir einen anderen sicheren Ort.»

Menschenrechtsorganisationen fechten das neue Gesetz für Migranten vor dem Obersten Gericht an. Die Asylsuchenden würden auch mit dem neuen Gesetz unbegrenzt eingesperrt mit dem Ziel, ihren Willen zu brechen, damit sie sich «freiwillig» deportieren liessen, schrieben sie in einer Stellungnahme. Israel ist vom Ansturm afrikanischer Asylsuchender überfordert und reagiert mit Improvisationen auf das Problem. Rechte Politiker sagen, die «Infiltranten», wie sie hier genannt werden, gefährdeten den jüdischen Charakter des Staates. Es handle sich grösstenteils um Wirtschaftsflüchtlinge.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/protestmarschim-heiligen-land-1.18205940

 

Kinder werden getötet, weil sie entweder Muslime oder Christen sind. Und Kinder werden als Soldaten von bewaffneten Gruppen rekrutiert – wahrscheinlich sind es schon mehr als 6.000. Zu lange haben die Leben von Kindern in diesem vergessenen Konflikt in Zentralafrika nicht gezählt

2,3 Millionen Kinder von Konflikt in Zentralafrika betroffen

16. Dezember 2013, 11:33

UNICEF-Direktor Anthony Lake: “Kinder werden getötet, weil sie entweder Muslime oder Christen sind”

Bangui – Die Vereinten Nationen haben die brutale Gewalt auch gegenüber Kindern in der Zentralafrikanischen Republik als “einen Angriff auf die Menschlichkeit” bezeichnet. Von den Kämpfen zwischen muslimischen Rebellen und christlichen Bürgerwehren seien mittlerweile 2,3 Millionen Kinder in dem Krisenland betroffen, teilte das Kinderhilfswerk UNICEF am Montag mit.

“Zu lange haben die Leben von Kindern in diesem vergessenen Konflikt nicht gezählt”, sagte der Direktor der Organisation, Anthony Lake. “Aber die Fakten liegen vor uns”, sagte er. “Kinder werden getötet, weil sie entweder Muslime oder Christen sind. Kinder werden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und sich voller Angst vor den Kämpfern zu verstecken. Kinder werden Zeugen fürchterlicher Gewalt. Und Kinder werden als Soldaten von bewaffneten Gruppen rekrutiert – wahrscheinlich sind es schon mehr als 6.000”, so Lake. Der grausame Konflikt und der Missbrauch von Kindern müssten umgehend beendet und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

UNICEF unterstütze die Menschen in Zentralafrika trotz der schwierigen Situation weiter, vor allem in der Hauptstadt Bangui sowie in Bossangoa und Kaga Bandoro im Norden. Hunderttausende Kleinkinder seien gegen Masern geimpft worden, rund 47.000 Menschen hätten unter anderem Schutzmaterial wie Decken und Plastikfolien erhalten. “Aber wir alle müssen noch mehr tun”, sagte Lake. (APA, 16.12.2013)

http://derstandard.at/1385171175563/23-Millionen-Kinder-von-Konflikt-in-Zentralafrika-betroffen